Seit 2010 Vom Träumen zum Tun

Im Jahr 2010 beschlossen die beiden ideenkanal-Gründer Christof Brockhoff und Stepan Schweiger, dass sie gemeinsam "Gutes tun" wollten. Aufbauend auf dieser Grundintention ist ein umfassendes Angebot zur Förderung von gesellschafltiche Innovatoren im Alpenrheintal entstanden.

Geburtsstunde

Während einer Bahnfahrt von Buchs nach Zürich im Sommer 2008 beschlossen die beiden Liechtensteiner, dass sie gemeinsam „Gutes tun” wollen. Da die frischgebackenen Uni-Absolventen aber beide nicht wussten, womit sie anfangen sollten, gründeten sie kurzerhand den Club Benefactum, eine Art Selbsthilfegruppe für Menschen, die wie sie auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung waren. Innerhalb eines Jahres zählte der Verein über 70 Mitglieder und es dauerte nicht lange, bis die ersten gemeinsamen Projekte folgten - so zum Beispiel das fünftägige MorgenLand Festival.
Obwohl es Stephan und Christof immer wieder gelang, Menschen von ihren Vorhaben zu begeistern, stellten sie fest, wie schwierig es ist, Unterstützer für eine nicht ausgereifte Idee zu finden. Sie beschlossen, einen Ideenförderprozess zu entwickeln, bei dem statt Erfahrung in erster Linie die Beweggründe und das Herzblut der Ideengeber als Entscheidungsgrundlage zählen.

"Wenn nur immer jene gefördert werden, die es eh schon geschafft haben, entsteht nie etwas Neues!"

Stephan Schweiger und Christof Brockhoff Gründer ideenkanal

Erste Gehversuche

Im Jahre 2010 startete in Liechtenstein der erste ideenkanal mit 47 eingereichten Ideen. Das ganze haben Stephan und Christof so geplant, wie sie sich einen Ideenwettbewerb gewünscht hätten: Ohne Businesspläne und Fomulare. Nur 3oo Zeichen, nicht mehr. Das ganze online. Interaktiv. In lockerer Sprache. Auf junge Menschen zugeschnitten. Ohne Experten-Jury, dafür mit erfahrenen Mentoren, die einem bei der Umsetzung zur Seite stehen.

„Beim ideenkanal geht es darum, engagierte Menschen mit kreativen und innovativen Ideen dabei zu unterstützen, ihre Vorhaben zu verwirklichen. Der enorme Zuspruch ist sehr erfreulich, denn er zeigt auf der einen Seite, wie viele engagierte Menschen es in unserer Region gibt. Auf der anderen Seite wird sichtbar, dass das Format ideenkanal den Nerv der Zeit trifft.“

Markus Wallner Landeshauptmann Vorarlberg

Neun Durchgänge in fünf Regionen

Der erste ideenkanal kam so gut an, dass Stephan und Christof kurz darauf einen Anruf vom Büro für Zukunftsfragen der Vorarlberger Landesregierung erhielten. Auch sie wollten neue Wege gehen und anstelle eines Anerkennungspreises für bereits erfolgreiche Projekte, vielmehr neues Engagement in der Bevölkerung wecken. Dafür kam der ideenkanal wie gerufen. So kam es, dass die beiden Gründer bereits ein Jahr später den zweiten ideenkanal in Vorarlberg organisierten. Und wiederum dauerte es nicht nicht lange, bis das nächste Bundesland anklopfte: Tirol. Da Stephan und Christof dies auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr stemmen wollten, präsentierten sie den ideenkanal kurzerhand als "Franchise-Modell", was ihnen zugleich zu ihrem ersten selbst verdienten Lohn verhalf. Es folgten insgesamt sieben weitere Durchgänge in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und der Ostschweiz.

Zurück zu den Wurzeln

Ende 2014 unternahmen Stephan und Christof von Österreich ausgehend eine zweitägige Wanderung durch das Saminatal nach Liechtenstein. Auf halben Weg wurden Ihnen bewusst, dass sie sich zu weit von ihrer Urpsrungs-Idee entfernt hatten und beschlossen, wieder nach Liechtenstein zurück zu kehren. So gründeten sie kurzerhand die gemeinnützige ideenkanal Stiftung und organisierten nach fünfjähriger Wanderschaft im Jahr 2015 den zweiten ideenkanal in Liechtenstein.

"Auf unseren Wanderjahren quer durch das Alpenrheintal haben wir Vieles lernen dürfen. Unter anderem auch, dass wir von zu Hause aus am Meisten bewirken können!"

Stephan Schweiger und Christof Brockhoff Gründer ideenkanal

Kontinuierliche Plattform mit Strahlkraft in Liechtenstein

Auf Basis der positiven Resonanz beschlossen Stephan und Christof im Jahr 2016 ihre Aktivitäten gänzlich in Liechtenstein zu bündeln. Dafür haben sie ihren Förderprozess nochmals weiter optimiert und werden – anstelle von mehreren Wettbewerben in verschiedenen Regionen – diesen ab 2017 im Zweijahresrhythmus in Liechtenstein durchführen. Neben der eigenen Bevölkerung sprechen sie dabei vermehrt auch Ideengeber aus den Nachbarländern an, um Liechtenstein als Testmarkt und Brutstätte für ihre Vorhaben zu nutzen. Damit wollen Stephan und Christof eine wirkungsvolle, kontinuierliche Plattform mit grosser Strahlkraft für Menschen schaffen, die von Liechtenstein ausgehend sinnstiftende Projektideen realisieren wollen.

„Liechtenstein ist ein Staat, der sich international durch sein grosses Unternehmertum und hervorragende Voraussetzungen für Unternehmen auszeichnet. Der ideenkanal fördert auf innovative Weise Jungunternehmer, insbesondere dann, wenn diese mit ihren Vorhaben einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl leisten wollen. Ich hoffe auf eine rege Beteiligung an den Initiativen des ideenkanals, damit das liechtensteinische Unternehmertum zum allgemeinen Wohle weiter wächst.“

S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein

Weiterführende Inhalte

Geförderte Ideen

Seit 2010 fördert der ideenkanal Menschen mit sinnstiftende Ideen. Das Augenmerk liegt auf Vorhaben, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden...

Panorama Liechtenstein

Vision

Liechtenstein ist ein Land mit kurzen Entscheidungswegen, mit relativ hoher Finanzkraft und mit Erfahrungen

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