Interview mit ehemaligem Ideengeber Rafael Gstöhl "Der ideenkanal in drei Worten: seiner Leidenschaft folgen!"

Skaten lernen wie die Pros: Rafael Gstöhl und Lukas Maissen geben wöchentlich Skateboardkurse für Kinder im Skatepark in Triesen. Ihr Ziel ist es, Kinder weg vom Handy zu bringen und ihre Leidenschaft mit der jüngeren Generation zu teilen. Beim letzten Ideencamp haben sie das Konzept verfeinert und Inputs erhalten, wie sie ihr Angebot aufgleisen können. Rafael erzählt im Interview von seinen Erfahrungen und gibt Tipps an alle, die ihre Idee in den Kanal werfen wollen!

(Fotos: Sandra Maier, www.gesichtet.li)
(Video: Tijl Bex , www.tijlbex.com)

"Die Mentoren waren sehr hilfreich und haben sich mit allem ausgekannt: von Organisationen, über Freestylesportarten, bis Marketing."

Rafael Gstöhl Ehemaliger Ideengeber & Mitgründer vom Verein Freecrowd
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Den Verein Freecrowd gibt’s seit einem Jahr - wie laufen eure Kurse momentan?
Rafael: Ich bin zufrieden. Wir bieten zwei Mal pro Woche einen Kurs an, mehr Infos dazu gibt's auf unserer Webseite. Dieses Jahr haben wir auch beim Fürstenfest einen Stand gehabt. Wir sind ausserdem in Kontakt mit Leuten aus Österreich, um gemeinsam ein Projekt zu starten. Es läuft immer etwas!

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Hast du dich durch die Kurse persönlich weiterentwickelt? 
Rafael: Ja, definitiv! Zu unterrichten ist anspruchsvoller, als ich gedacht habe. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, die Kurse im Vorhinein zu planen und Spiele zu machen, anstatt einfach die Tricks zu erklären, wie wir es zuerst versucht haben. Die Kinder, die zu unseren Kursen kommen, sind jünger, als wir gedacht haben. Deshalb habe ich den J&S-Kurs gemacht. Nun haben wir ein besseres Programm entwickelt. Am Anfang wärmen wir uns auf, danach skaten wir, manchmal gibt’s auch Challenges und am Schluss ein Spiel, um wieder runter zu kommen. Auch habe ich im Umgang mit Kindern, Eltern und Amtsstellen vieles dazugelernt. Jedes Mal haben wir wieder neue Ideen, wie wir die Skateboardkurse und die Skateboardcommunity weiter vorantreiben können. Dies macht den ganzen Prozess umso spannender für uns!

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Tipps für zukünftige Ideengeber*innen: Wie hast du dich auf die Pitch-Night vorbereitet?
Rafael: Zu Hause habe ich auf Youtube Videos von guten Pitches angeschaut. Da habe ich gemerkt, dass es darum geht, die Idee kurz und knapp zu präsentieren und die Leute zu faszinieren! Am ersten Abend im Ideencamp muss man zeigen, dass man wirklich hinter seiner Idee steht. Danach habe ich einen Text geschrieben mit den wichtigsten Punkten und diesen auswendig gelernt. Das Auswendiglernen finde ich sehr wichtig, damit man auf der Bühne keinen Hänger hat. Es ist gar nicht so einfach, alles in einer Minute unterzubringen. 

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Welche Inputs hast du von den Mentor*innen mitgenommen?
Rafael: Neben den Mentoren wurde jeder Gruppe einen Coach zugeteilt. Diese Person half, dass man den Überblick nicht verlor. Unser Coach war die Organisationsentwicklerin Martina Eisendle, sie war wirklich super. Es sind sehr viele Ideen auf uns eingeprasselt und wenn wir nicht mehr weiter wussten, hat uns Martina unterstützt. Die Mentoren halfen uns die Idee zu konkretisieren und gaben Inputs, wie man Werbung machen könnte und wie man Sponsoren findet. Es hilft, mit Leuten darüber zu reden. So findet man raus, wo man weitermachen kann oder an wen man sich wenden kann. 

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Bei der Crowdfundingkampagne habt ihr es nicht geschafft genügend Geld zu sammeln. Habt ihr euch für alternative Finanzierungsmöglichkeiten umgeschaut?
Rafael: Das Crowdfunding war für uns nicht so match-entscheidend. Wir haben dann einfach Kurse gegeben ohne Helme und Skateboards mitzubringen. Die Kinder haben dann selbst etwas mitgebracht oder wir haben unsere alten Skateboards mitgenommen. Das machen wir heute teilweise immer noch so. Dass das Crowdfunding nicht geklappt hat, hat uns motiviert, selbst Gas zu geben. In Balzers haben wir beim Jugendwettbewerb den zweiten Platz gemacht und 800 CHF gewonnen. Dadurch konnten wir uns für den Jugendwettbewerb in Dornbirn qualifizieren, wo wir weitere 500 EUR sammeln konnten. Die Leute von PumpKing Challenge haben uns 10 Helme gesponsert.

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Würdest du rückblickend etwas anders machen? 
Rafael: Ich würde nicht viel anders machen. Im Nachhinein hat alles gepasst. Wir haben Schritt für Schritt unsere Pläne umgesetzt und während dem Tun viel gelernt. Es ist wichtig, dass man dranbleibt! Die Idee ist hier, aber man muss auch arbeiten, um sie umzusetzen. Das ist nicht nur immer Spass, sondern manchmal auch Arbeit – wenn man beispielsweise eine Webseite machen muss oder einen Verein gründen. Das ist nicht das, was man am liebsten macht, aber es gehört auch dazu. Dafür macht der andere Teil umso mehr Spass und man merkt, dass es sich gelohnt hat! 

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