Interview mit Ideengeber und Mentor Gerhard Eller "Das Ideencamp war eine der besten Erfahrungen, die ich gemacht habe"

Bei welchem Bauern gibt es frische Eier in der Nähe? Wer verkauft süsse Erdbeeren aus der Region? Lokalen Lebensmittelproduzent*innen eine Plattform bieten: Das war Gerhard Ellers Idee, die er beim letzten Durchgang des ideenkanals eingereicht hat. Der selbstständige Unternehmer aus Vorarlberg möchte Menschen, die regionale Lebensmittel schätzen mit den Produzent*innen solcher verbinden. Mit der Webseite und der Smartphone-App von „Lebensmittel Direkt und Regional“ steht er nun mitten in der Umsetzung. Im Interview erzählt er, wie es gerade läuft und im Video gibt er Ratschläge für zukünftige Ideengeber*innen. 

"Wenn du oben auf der Bühne stehst, musst du deine Kernpunkte so intus haben und so überzeugt sein, dass du die Message rüberbringen kannst."

Gerhard Eller Ehemaliger Ideengeber & Gründer von Direkt-Regional
Bildschirmfoto 2018-09-10 um 09.03.09

Ein Jahr nach dem ideenkanal: Wo stehst du mit deiner Idee, eine Plattform für regionale Lebensmittel zu erstellen?
Diesen Sommer haben wir die Umsetzung in Angriff genommen: Anfang August wurde die Webseite hochgeschaltet und nun stecken wir mitten in der Umsetzung, um die App live zu schalten. Bald ist es soweit! Auf der Homepage www.direkt-regional.com können sich Hersteller, die selbst Lebensmittel regional kultivieren, bei mir anmelden. Gleichzeitig können sich auch Konsumenten bei mir melden, die Regionalität zu schätzen wissen.

Bildschirmfoto 2018-09-10 um 09.04.24

Erzähl uns etwas mehr von deiner Crowdfunding-Kampagne. Was sind deine Tipps für Leute, die ihr Projekt durch die Crowd finanzieren möchten?
Ich konnte durch das Crowdfunding 10.054 € sammeln. So habe ich mein Fundingziel von 10.000 € ein klein wenig überschritten. Was sehr wichtig ist, ist eine gute Vorbereitung: Wo setzt man das Ziel? Wie komme ich zu den Geschenken für die Unterstützer? Ein wichtiger Punkt ist die mediale Begleitung und man sollte sich früh die Frage stellen, wie man Zugang zu den Medien findet, damit viele Leute auf die Idee aufmerksam werden und das Ganze dementsprechend finanziell unterstützen. Die Vorbereitungszeit ist nicht zu unterschätzen!

Gerhard Eller

Beim nächsten Ideencamp wirst du als Mentor deine Erfahrungen weitergeben. Wie sollten sich deiner Meinung nach zukünftige Ideengeber*innen auf die Pitch-Night vorbereiten? 
Das Ideencamp war eine der besten Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ich erzähle das jedem gerne: Das muss man mal erlebt haben. Der erste Tag des Ideencamps verlief zügig: Am Abend mussten wir unsere Ideen schon präsentieren. Ich bin relativ unvorbereitet hingegangen, ich hatte einfach meine Idee im Kopf. Am Nachmittag haben wir zusammen trainiert. Es geht darum, wie schnell man seine Idee präsentieren und das Wichtigste auf den Punkt bringen kann. Als Vorbereitung habe ich die Key-Messages herausgearbeitet. Wenn du oben auf der Bühne stehst, musst du deine Kernpunkte so intus haben und so überzeugt sein, dass du die Message rüberbringen kannst.

170519 Ideencamp 3

Wie hast du mit den Medien zusammengearbeitet?  
Es ist wichtig, früh auf die Medien zuzugehen. Sie brauchen eine gewisse Vorlaufszeit, deshalb ist es relevant, genug Zeit einzurechnen. Man sollte sich Gedanken über die Dankeschöns machen, aber parallel schnell auf die Medien zugehen.

Bildschirmfoto 2018-09-10 um 09.07.03

Gab es etwas, das nicht so lief, wie es du dir gewünscht hast? 
Einmal hatte ich einen Tiefpunkt beim Crowdfunding. Als ¾ des Fundingsziel erreicht war, gab es eine Delle und ich merkte, dass einfach nichts mehr reinkam. Da gab es einen Punkt, wo ich mir auch sagte: Es ist mir wurst, wenn es nicht klappt, wenn es nicht so sein soll. Danach kam zum Glück wieder ein Hoch und ich konnte mein Ziel erreichen. Auch das Ausliefern der Dankeschöns war für mich ein ziemlicher Aufwand. Ich überlegte mir, eine Kooperation einzugehen. Dies war eine schwierige Fragestellung für mich und ich war froh, als ich mich dann entschied, es selbst durch zu ziehen. Als Tipp: Wenn du eine Kooperation eingehst, dann sollte der andere 100% von deiner Idee überzeugt sein. Es ist wichtig, dass man sich und seine Idee nicht verbiegt. Deshalb habe ich mich am Schluss so entschieden: Wenn jemand einsteigen will, dann er bei mir und nicht ich bei ihm.

Weitere Blogbeiträge

170518 Ideencamp 1-94

Interview mit Ideengeber & Mentor Carlo Weber

„Sei mutig, auch wenn du das Gefühl hast noch nicht parat zu sein“

180831_Ideenkanal_Medien_276-Bearbeitet-1

Kick-Off ideenkanal 18/19

An der Startveranstaltung des ideenkanals im Technopark in Vaduz wurde der neue Durchgang des Ideenförderwettbewerbs eingeläutet.  

Newsletter

Suche Idee, Mentor
oder sonst was...

Startnext Logo Handshake Icon Ideenkanal Logo
Du wirst nun auf die Webseite unseres Partners Startnext weitergeleitet.

Startnext ist die erfolgreichste Crowdfunding-Plattform im deutschsprachigen Raum. Sie bietet unseren TeilnehmerInnen die bestmögliche Infrastruktur und Reichweite, um Feedback zu erhalten, Fans zu sammeln und finanziell unterstützt zu werden. Sämtliche Angaben auf Startnext werden in Echtzeit auf der ideenkanal Webseite übernommen.

Fortfahren