Interview mit ehemaliger Ideengeberin Rosmarie „Die Kreativität und Vielfalt der Menschen beim Ideencamp war wahnsinnig schön!“

Rosmarie Marxer war letztes Jahr beim Ideencamp mit ihrem Projekt Menarchefest für junge Mädchen dabei. Die Yogalehrerin und Kinesiologin möchte, dass die Menstruation gefeiert und als etwas Schönes angesehen wird. Sie bietet in ihrer Praxis Menla deshalb unter anderem Workshops zum weiblichen Zyklus für junge Mädchen und Frauen an. Mitte Dezember wird sie ihr Buch zum Thema Menstruation veröffentlichen. Hier erzählt sie von ihrer Zeit beim Ideencamp und was sie davon mitgenommen hat!

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Einenhalb Jahre nach dem Ideencamp: Wo stehst du heute mit deinem Projekt Menarchefest?
Rosmarie: Mein Projekt war das Menarchefest, also ein Fest für Mädchen, die das erste Mal ihre Periode bekommen haben. Seit dem hat sich aber keine Mama gemeldet und ihre Tochter angemeldet. Ich habe diese Idee deshalb weiterentwickelt. Es gibt jetzt Frauen- und Mädchen-Power-Tage, wo Mädchen und Frauen alles über ihren Zyklus lernen können. Das möchte ich auch gerne als Ansporn nehmen, um in das Bewusstsein zu holen, dass die Periode etwas Schönes ist und man sich darauf freuen kann. Die erste Mädchen-Powertage sind gebucht. Zwei Mädchen kommen zwei Nachmittage zu mir und lernen alles, was es Spannendes und Wissenswertes über den weiblichen Zyklus gibt. Natürlich dürfen sie auch alles fragen, was sie über den weiblichen Körper wissen möchten. 

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Was ist deine schönste Erinnerung vom Ideencamp?
Rosmarie: Als ich auf der Bühne mit meinem langen rosaroten Kleid stand und ich vor allen Menschen sagen durfte, dass die Menarche und die Menstruation etwas ganz Schönes ist und dass wir es feiern sollten! Und dass auch alle Männer eingeladen sind, dies mit ihren Töchtern oder Gottamädchen zu feiern.

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Was hast du vom Ideencamp mitgenommen?
Rosmarie: Auf jeden Fall, dass es da draussen ganz viele tolle Menschen gibt, die sich gerne gegenseitig helfen. Ich habe auch Leute kennen gelernt, mit denen ich auch heute noch in Kontakt bin. Wir unterstützen uns gegenseitig in allen Projekten, Ideen und Gedanken. Die Vielfalt und Kreativität der verschiedenen Menschen beim Ideencamp zu erleben und zu sehen, war wahnsinnig schön!

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Wie hast du Fans gesammelt, dass dein Projekt in die zweite Runde kam und ins Ideencamp eingeladen wurde?
Rosmarie: Ich habe versucht, mein ganzes soziales Umfeld zu motivieren für mich zu stimmen. Ich habe allen gezeigt, wie es funktioniert, also wie man sich auf Startnext einloggen kann, um Fan von einem Projekt zu werden. Aber ich muss ehrlich sagen, es war ein bisschen schwierig. In die zweite Runde bin ich aufgrund der Mentoren gekommen, die mich ausgewählt haben. Das hat mich natürlich doppelt gefreut, denn darunter gab es viele Männer. Es freut mich, dass es ihnen offensichtlich ein Anliegen ist, dass die Menarche gefeiert wird.

Mädchen

Deine Crowdfundingkampagne hat nicht geklappt, doch davon hast du dich scheinbar nicht beirren lassen. Hast du alternative Finanzierungsmöglichkeiten gefunden?
Rosmarie: Es hat ein paar Leute gegeben, die mir Bargeld in die Hand gedrückt haben und mir gesagt haben: Mach was daraus! Das war eigentlich die einzige Finanzierungsmöglichkeit, die ich sonst noch aufgetrieben habe. Die momentanen Mädchen-Power-Tage finanziere ich selbst und für mein aktuellstes Projekt habe ich einen Kredit bei meinem Vater aufgenommen.

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Was ist dein aktuelles Projekt?
Rosmarie:  Mein aktuelles Projekt heisst Mein Zyklus. Mein Potenzial. Das Zyklusbuch mit Zyklusrad. Aus vielen Mädchen- und Frauenbüchern habe ich Wissen auf 76 Seiten zusammengetragen, um den positiven Bezug zum weiblichen Zyklus zu fördern. Dazu kommt ein magnetisches Holzrad, wo die Zusammenhänge der Jahreszeiten, des Mondrhythmus und des Menstruationszyklus veranschaulicht und für den täglichen Gebrauch gedacht ist. Das Zyklusbuch mit Zyklusrad ist ab der Buchpräsentation erhältlich. Diese ist öffentlich und findet am 12. Dezember um 18.30 Uhr in der Specki in Schaan statt. Alle sind herzlich eingeladen.

Was für Tipps hast du an Leute, die ganz am Anfang stehen mit einer Idee und sie umsetzen möchten?
Rosmarie: Vor kurzem ist eine Freundin auf mich zugekommen, die mir von ihrer Idee gezählt hat. Ich habe sie bestärkt ihr Projekt beim ideenkanal einzureichen und habe ihr geholfen das Profil auf Startnext aufzusetzen. Mein Tipp an alle: einfach mal darauf los! Und wenn man es ins Ideencamp schafft, dann soll man versuchen, so viel wie möglich vom ganzen Netzwerk zu profitieren. Also auf die Mentoren zugehen und sagen: Bitte hilf mir und unterstütz mich! Die Mentoren und das ganze ideenkanal-Team sind dafür da, um dir zu helfen. Wenn du noch ganz am Anfang stehst: Trau dich! 

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