Interview mit Sarah & Philippe (Ideengeber*in und Mentor*in) „In so eine Idee muss man sein ganzes Herzblut stecken“

Sarah Nissl-Elkuch gründete mit ihrem Mann Philippe Nissl und ihrem Bruder Patrick Elkuch das Start-Up frooggies. Mit dem gefriergetrockneten Fruchtpulver werden Joghurts, Müeslis Smoothies und Desserts verfeinert. Als sie beim ideencamp mitmachten, brachten sie das Pulver noch in selbstbeklebten Tüten mit. Heute beliefern sie Supermärkte in vier Ländern und konnten bei der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ die Jury überzeugen. Sarah und Philippe werden beim ideencamp 2019 als Mentoren dabei sein und die Teilnehmer*innen beim Durchstarten unterstützen. Hier erzählen sie, wie sie mit Hürden umgehen und was sie zukünftige Ideengeber*innen empfehlen!

"Das Ideencamp lohnt sich auf alle Fälle. Wir konnten nur positive Sachen mitnehmen."

Sarah Nissl-Elkuch Mentorin, ehemalige Ideengeberin & Mitgründerin von frooggies
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2015 habt ihr beim ideenkanal mitgemacht: Was hat euch das Ideencamp gebracht?
Philippe: Für uns war super, dass wir die Sicht von anderen Leuten hineinholen konnten und diese in unsere Ideen einfliessen zu lassen. Auch die mediale Präsenz, die man durch den ideenkanal bekommt, ist genial. Vor allem, wenn man ein Produkt verkaufen und die Leute darauf aufmerksam machen möchte. Schön finde ich auch, dass nach dem Ideencamp der Kontakt zwischen Mentoren und Ideengebern bestehen bleibt und man sich weiterhin austauscht.

Foto_Sarah Nissl-Elkuch

Was empfiehlt ihr Leuten, die nicht ganz sicher sind, ob sie beim ideenkanal mitmachen sollen?
Sarah: Das Ideencamp lohnt sich auf alle Fälle. Wir konnten nur positive Sachen mitnehmen. Auch wenn manche Mentoren kritisch waren – das ist es, was einem weiterbringt. Mit vielen Leuten zu reden, ist wirklich sehr wichtig. Am Anfang hat man Angst, dass jemand die eigene Idee nachmachen könnte, wenn man sie erzählt. Doch man muss mutig sein! In so eine Idee muss man sein ganzes Herzblut stecken. Meistens steckt mehr dahinter, als man denkt.

Philippe Nissl

Ihr habt wie alle klein angefangen: Was ratet ihr Menschen, die ganz am Anfang stehen?
Philippe: Manchmal hat man eine rosarote Brille auf und findet alles super. Bevor man loslegt, muss man sich wirklich gut überlegen, ob die eigene Idee Bestand hat. Wenn man den Entschluss gefasst hat, dann solltest du mit 100% dabei sein und deine ganze Energie dafür verwenden. Wenn man Erfolg haben möchte, sollte man sich ausserdem für nichts zu schade sein. Es ist wichtig hinauszugehen und von seiner Idee zu erzählen! Von selbst kommt niemand und wirft dir das Geld hin. Auch wenn es manchmal mühsam ist, ist es wichtig, auf Leute zu zugehen und die Türklinken zu putzen, um Unterstützung zu erhalten.

TEAM_Philippe Nissl_Sarah Nissl-Elkuch_Patrick Elkuch

Wir habt ihr beim Crowdfunding Stimmen gesammelt?  
Sarah: Wir hatten zu diesem Zeitpunkt eine eigene Facebook- und Instagramseite, die wir dafür genutzt haben. So haben wir unsere Familien und Freunde motiviert mitzumachen – das Klassische. Schlussendlich haben sich auch viele Leute beim Crowdfunding beteiligt zu denen wir keinen persönlichen Bezug hatten. Das war besonders schön und bestätigte, dass unsere Idee gut ankommt.

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Wie habt ihr euch auf die Pitch-Night vorbereitet?
Sarah: Es ist wichtig sich Zeit zu nehmen und sich gut vorzubereiten. Man präsentiert seine Idee in einer Minute – die geht schneller vorbei, als man denkt. Also bring deine Idee kurz und knapp auf den Punkt. 
Philippe: Es ist wichtig zu wissen, was man sagen will. Übe, auch vor anderen Leuten, aber lerne es nicht auswendig. Danach selbstbewusst auf die Bühne gehen und das Ding rocken!

frooggies_Teamfoto

Ihr habt mittlerweile zehn Sorten auf den Markt gebracht. Wie entwickelt ihr eure Ideen?
Sarah: Wir sitzen jeden Freitag mit dem ganzen Team zusammen und besprechen neue Ideen. Wir entwickeln die Ideen gemeinsam und klären danach ab, ob sie finanziell und lebensmitteltechnologisch Sinn machen. Wir beachten auch die Inputs von Kunden und führen Kundenbefragungen durch.

frooggies_Auszug aus dem Sortiment

Wie geht ihr mit Situationen um, wenn mal etwas in die Hose geht?   
Philippe: Ich glaube, im Start-Up-Alltag sind Hürden normal. Jeden Tag ist man mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Wichtig ist, dass man lösungsorientiert ist und dies so unkompliziert wie möglich meistert. Klar macht man kleine Fehler. Manchmal geht etwas in die Hose, aber bis jetzt zum Glück nichts, das uns das Genick gebrochen hätte.

frooggies-müesli

Und zum Schluss: Was ist euer frooggies-Lieblingsrezept?
Sarah: Meine Lieblingssorte ist Himbeer. Ich mache jeden Morgen ein Müsli damit.
Philippe: Ich mixe am liebsten Acai mit einer gefrorenen Banane – und schon hat man eine Acai-Bowl wie in Brasilien.

 

Von der Idee zum Start-Up: Mehr zum Werdegang von frooggies findet ihr hier
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